Nilgans-Untersuchung zeigt große Parasitenvielfalt

Die Untersuchung von 100 Nilgänsen aus der Wetterau zeigt eine opportunistische, überwiegend pflanzliche Ernährung sowie eine außergewöhnlich vielfältige Parasitenfauna mit sieben europäischen Erstnachweisen.

Nilgans-Untersuchung zeigt große Parasitenvielfalt

Über einen Vierjahreszeitraum wurden insgesamt 100 Nilgänse (Alopochen aegyptiaca) aus der Wetterau, Hessen, Deutschland hinsichtlich ihrer Ernährung und ihres Parasitenbefalls untersucht. Ihre Nahrung bestand hauptsächlich aus pflanzlichen Bestandteilen, insbesondere Mais, Gräsern und Getreide, umfasste aber auch tierische Bestandteile wie Muschelfragmente und Ringelwürmer. Parasitologische Analysen identifizierten sechs Ektoparasiten- und elf Endoparasitenarten. Die Ergebnisse deuten auf eine opportunistische Nutzung reichlich vorhandener und leicht zugänglicher Ressourcen hin, wobei im Untersuchungsgebiet zeitweise Präferenzen für bestimmte Ressourcen, wie Mais, bestanden. Die Parasitenfauna war äußerst vielfältig und erweitert das bekannte Parasitenspektrum der Nilgans erheblich, darunter sieben Erstnachweise für Europa.

Schantz AV, Stutz R, teinhoff A, Peter N, Thomas A, Dörge DD, Klimpel S 2026. Multi-year dietary and parasitological investigations of invasive Egyptian geese (Alopochen aegyptiaca) in central Germany. International Journal for Parasitology: Parasites and Wildlife 31, 101288. https://doi.org/10.1016/j.ijppaw.2026.101288

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