Publikations-Ticker

25/07/2022
In den letzten Jahrzehnten wurde eine rasche Ausbreitung des Goldschakals (Canis aureus) nach Nord- und Westeuropa beobachtet. Um das Ausbreitungspotenzial aufzeigen zu können projizierten die Autoren in einem Nischenmodellierungsansatz (Ensemble forecasting) die zukünftige klimatische Lebensraumeignung des Goldschakals in Europa. Die Ergebnisse der Studie zeigen eindeutig, dass sich Gebiete mit klimatischen Bedingungen, die denen des derzeitigen Kernverbreitungsgebiets des Goldschakals in Europa entsprechen, in den kommenden Jahrzehnten stark nach Norden und Westen ausdehnen werden.

Cunze S & Klimpel S (2022) From the Balkan towards Western Europe: Range expansion oft he golden jackal (Canis aureus) – A climatic niche modeling approach. Ecology and Evolution 12:e9141 https://doi.org/10.1002/ece3.9141
19/05/2022
Im Rahmen einer umfassenderen Studie über die Ökologie des Goldschakals (Canis aureus) in Serbien wurde im Jahr 2020 bei zwei weiblichen Tieren Herzwürmer (Dirofilaria immitis) nachgewiesen. Die adulte Parsiten wurden im rechten Vorhof des Herzens und untypischerweise in der Vena cava caudalis lokalisiert. Es handelt sich um die ersten Nachweise von D. immitis in der Vena cava caudalis bei Goldschakalen in Europa.

Penezić A et al. (2022) Heartworm Disease in Jackals: Unusual Location of Dirofilaria immitis. Acta Parasitologica https://doi.org/10.1007/s11686-022-00567-9
10/05/2022
Ein einjähriger weiblicher Goldschakal (Canis aureus) in gutem Ernährungszustand wurde in Jakovo bei Belgrad (Serbien) legal erlegt. Bei der Sektion wurde der Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) erstmalig bei einem Goldschakal nachgewiesen. Der Fuchsbandwurm ist ein Parasit von Fleischfressern (Caniden, Feliden), die als Endwirte fungieren. Im Lebenszyklus werden kleine Säugetieren, insbesondere Nagetieren, als Zwischenwirt genutzt. Andere Tierarten und der Mensch können ebenfalls vom Parasiten befallen werden.

Marinković D et al. (2022) First Report of Alveolar Hydatid Disease (Echinococcus multilocularis) in a Golden Jackal (Canis aureus). Acta Parasitologica https://doi.org/10.1007/s11686-022-00556-y